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Das Logbuch der S/Y-Independence

 

(Eintrag vom 28.4.2002)

 

 

27. April 2002:
Da wir Probleme mit unserem Laptop bzw. Internet - Upload haben liegt der letzte Eintrag schon recht lange zurück. Von Korcula weg sind wir die Insel Mljet angelaufen. Die Insel ist sehr waldreich und der gesamte Westteil wurde zum Naturschutzgebiet erklärt. Wir lagen dort vor der kleinen Ortschaft Pomena vier Tage vor Anker und haben Ausflüge gemacht, gelesen, gefaulenzt und sind in der Sonne gelegen. Natürlich waren wir auch schon im Meer. Das hat noch nicht wirklich die richtige Badetemperatur für uns. Wir schätzen es auf max. 17°. Es gibt hier auch zwei Salzwasser Seen, die nur durch einen schmalen Kanal mit dem Meer verbunden sind und rundherum Wanderwege durch Föhren- und Pinienwälder. 
Nach Mljet haben wir den Inseln Sipan und Lopud einen kurzen Besuch abgestattet und sind mittlerweile nach einem wunderschönen Segeltag bei 20 - 25 Knoten hart am Wind in Dubrovnik, der " Perle der Adria  " angekommen. Allerdings zieht gerade eine Schlechtwetterfront durch und es regnet ordentlich. 

18./ 19. April 2002:
Wir sind schon richtige Blister - Segler geworden. Pizzi, dich würde der Neid fressen. Ein Blister ist ein spezielles Leichtwind - Segel, jene bunte Blase, die vor dem Schiff gefahren wird. Bis jetzt war uns der Himmel immer hold und wir hatten guten Wind (8-20 Kn) aus nördlichen Richtungen. Genau passend für unseren Kurs nach Süden. Unser heutiges Ziel heißt Korcula. Eine wunderschöne, mediterrane Insel auf welcher angeblich Marco Polo geboren sein soll. Wir laufen den Hauptort "Korcula" an, eine mittelalterliche Stadt. Es gibt  immer noch wunderschönen blauen Himmel, nur der relativ starke Wind ist abends ziemlich kalt. Aber trotzdem wachsen hier Orangen und Zitronen in Hülle und Fülle. Und Ines konnte nicht umhin eine Zitrone zu ....ähm pflücken.

16.April 2002:
Wir hatten eine wunderschöne Überfahrt und sind jetzt südlich von Hvar auf der Insel Sv. Klement. Alle jene, die schon mal mit uns segeln waren, kennen diese Insel als jene, wo es die besten Spaghetti Frutti di Mare gibt. Und natürlich lassen auch wir uns diese nicht entgehen. Hier treffen wir auch Michael wieder. Er ist Hufschmied in Tulln und mit seiner Hündin "Socke" unterwegs. Wir trinken bei uns an Bord ein Fläschchen Wein. Es war ein sehr unterhaltsamer Nachmittag. Und Michael, laß` wieder einmal etwas von dir hören. 

15. April 2002:
Heute verbringen wir den ganzen Tag in Primosten. Wir lesen und faulenzen in der Sonne. Am späteren Nachmittag, es sind bereits einige Yachten in den Hafen eingelaufen, nähert sich eine Yacht mit steirischer Flagge. Die wird natürlich genauestens betrachtet. Und tatsächlich, kennt Nik den Skipper. Es ist Hubert Schwarzenbacher mit der Penta. Mit an Bord, Günther und Harry. Wir verbringen mit den dreien einen wirklich lustigen Abend. Wir haben schon lange nicht mehr so viel gelacht.
Am nächsten Morgen laufen wir aus Richtung Hvar.

14. April 2002:
Es scheint die Sonne. Allerdings hat es in der Nacht wieder soviel geregnet, dass das Schiff schon wieder dreckig ist. Also nochmal mit dem Schlauch bearbeiten. Jetzt ist sie aber sauber. Wir flaggen sie auch über die Toppen, was nichts anderes heißt als dass wir bunte Flaggen vom Bug über die Mastspitze bis zum Heck aufgehängt haben. Schön schaut sie aus. Und so laufen wir aus. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint, es ist angenehm warm und wir haben leichten Wind aus nördlicher Richtung. PERFEKT. Ab geht es Richtung Primosten.

13. April 2002:
Heute ist Samstag und der Himmel klart auf. Der Wind ist schwächer geworden und wenn es so bleibt, entschließen wir uns dazu, am Sonntag auszulaufen. Die Independence ist wieder über und über voll mit rotem Sand. Den hat der Südwind aus Afrika mitgeführt. So leihen wir uns einen Hochdruckreiniger aus und wieder ran an die Schrubber. 

11./ 12. April 2002:
Es weht immer noch kräftig aus Süd. Das Schiff wird selbst im Hafen ordentlich gebeutelt. Es wurden Windspitzen bis über 40 Knoten gemessen, und das in der Marina. Im Hafen von Split hat es angeblich Schiffe umgedreht. Und natürlich regnet es weiter....

10. April 2002:
Juhu, es regnet heute nicht. Mal schauen, wie lange das anhält. Gar so vielversprechend schaut der Himmel allerdings nicht aus. Und genau so ist es auch. Am frühen Nachmittag fängt es wieder an und noch dazu kommt ein starker Südwind ( Yugo ) auf.