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Das Logbuch der S/Y-Independence

 

(Eintrag vom 24.05.2002)

 

 

20. Mai 2002:
3 Uhr 30 morgens heißt es aufstehen und das Schiff klarmachen zur Abreise. Um 4 Uhr geht es los, raus in die schwarze Nacht. Kurs Korfu. Leider haben wir keinen idealen Wind uns so sind wir die nun kommenden ca. 200 Seemeilen mit dem Motor unterwegs. Es dauert 34 Stunden bis wir in Griechenland sind. Ich habe die erste Wache bis Nik so um 23 Uhr mich ablöst, weil er nicht schlafen kann. Während der Nacht läßt er mich sehr lange schlafen und ich werde erst wieder um 4 Uhr früh geweckt. Als wir dann in Korfu angekommen sind konnten wir natürlich keine Ruhe geben sondern sind in die Stadt und haben uns dort Zaziki und Retsina gegönnt. Doch danach sind wir so richtig "eingegangen"und der nächste Weg war ab in die Falle.  

Mittlerweile sind wir auf der südlichen Nachbarinsel Paxos in einer schönen Bucht mit einem Ort namens Lakka. Die Bucht ist fast vollständig von Land umgeben und der Meeresgrund besteht aus weißem Sand. Das Wasser leuchtet hellblau - es ist so richtig kitschig. Übrigens hat das Wasser schon 22 Grad. Es ist richtig angenehm zum schwimmen und schnorcheln. Der Ort ist allerdings ziemlich touristisch geworden. Wunderschön aber die wissen auch schon, was sie verlangen können. Es gibt eine Menge Bars und Restaurants und sogar ein Internet Cafe. Das kommt uns sehr zu Hilfe, da unser Computer uns immer noch hängen läßt. Heute haben wir allerdings einen Regentag doch da es sehr warm ist, ist das nicht störend. 

13.Mai - 19. Mai 2002:
Wir lagen jetzt über zwei Wochen in der Marina von Dubrovnik und absolvierten auch eine knappe Woche Heimaturlaub. Doch jetzt geht es wieder los. Unser nächstes Ziel heißt MONTENEGRO. Wir haben schon viel gehört von der Buch von Kotor. Es soll dort wunderschön sein. Zuerst müssen noch die Formalitäten erledigt werden und wir legen in der Nähe von Herzeg Novi an und suchen erst mal die zuständigen Behörden um ordnungsgemäß einzuklarieren. Nik wurde dann in einer Baracke fündig wo 3 Polizisten, 1 Zollbeamtin und ein Hafenkapitän miteinander Karten spielten. Diese kamen dann auch alle zu uns an Bord. Es konnte zwar keiner Englisch, nur ein paar Brocken Italienisch, aber es hat alles problemlos funktioniert.  Abschließend mußte Nik mit dem Hafenkapitän noch einen Becher voll Schnaps trinken und alles war erledigt.

Wir laufen erstmal einen Ort namens Risan an. Wunderschöne Palmen aber alles in allem jedoch recht heruntergekommen. Das komischste dort war ein Jogger, der rückwärts lief. Wir haben ihm lange nachgeschaut aber er hat sich nicht umgedreht. Naja, hier gehen die Uhren anders.

Am nächsten Tag segeln wir nach Kotor. Dieser Ort ist umgeben von bis zu 1400 m hohen Bergen und liegt richtig malerisch an deren Fuße. Der Ort ist sehr schön gepflegt mit viel Marmor. Uns hat am meisten gewundert, wie "westlich" die Menschen hier sind. In den Schaufenstern gab es die neueste Jeans Mode und dementsprechend waren die (jungen) Leute gekleidet. Und die kleinsten Handys haben sich die Burschen um den Hals gehängt. Außerdem sind die jungen Menschen hier, im Gegensatz zu Kroatien, sehr hübsch. Und wer das nicht weiß, die offizielle Währung ist hier der EURO.

Eines morgens haben wir noch vor dem Frühstück einen Berg erklommen ( keine 1400m) auf dem die Reste eines Klosters noch wunderschön vorhanden sind. Es ist ein lohnender Ausflug gewesen.

Nach Kotor legten wir noch einen Badetag vor dem kleinen Inselchen Sv. Stefan ein, auf dem sich nur ein exklusives Hotel befindet, natürlich mit eigenem Strand, und sonst nichts. Danach segelten wir noch nach Bar. Eine unserer Meinung nach relativ reizlose Hafenstadt. Dort konnten wir ausklarieren und uns auf den nun kommenden langen Schlag nach Griechenland vorbereiten.