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(Eintrag vom 24.06.2002)
24. Juni 2002
Mittlerweile sind wir jedoch schon wieder gen Süden unterwegs. Unser nächster Aufenthalt ist Phiskardo im Norden der Insel Kefallonia. Die Engländer haben einen neue Art des urlaubens entdeckt. Flottiliensegeln. Da wird eine Yacht gemietet und in Gruppen gesegelt. Der Vorteil für die Teilnehmer ist, dass bei jedem Ab- und Anlegemanöver jemand da ist, der ihnen hilft. Sei es mit Anweisungen über Funk oder direkten Handzeichen wann was zu machen ist. Denn unserer Meinung nach können die meisten dieser Segler nicht segeln. Man erlebt das ganz deutlich wenn sie abends in den Hafen einlaufen. Kino pur. Außerdem ist ein großer Nachteil für den Rest der Segler, dass die Flottilien in Scharen auftreten und somit die meisten verfügbaren Plätze an der Mole belegen. Trotzdem bleiben wir über Nacht vor Anker und hier feiern wir auch die bestandene Matura von Nik`s Sohn Klaus. Am nächsten Tag geht es mit tollem Nordwind zwischen den Inseln Ithaka und Kefallonia weiter bis in den Hafen Evphimia.
Was uns beide schon maßlos ärgert sind die Preise mit denen wir konfrontiert werden. Zeitweise glauben wir es gibt nur lauter Kitzbühels und Salzburgs hier. Für Ouzo löhnt man bis zu € 2,20 und für ein kleines Bier bis € 3,00. Mit dem günstigen Urlaubsland Griechenland ist es anscheinend vorbei. Zumindest auf den Ionischen Inseln.
Unser nächstes Ziel ist Zakynthos. Die "Blume der Levante" wie sie die Italiener genannt haben. Als wir das letzte Mal hier waren sind wir die Westküste entlang gesegelt bis zur berühmten "Shipwrecksbay". Wer kennt es nicht, dieses berühmte Werbeplakat von Zakynthos mit der tollen Bucht umrahmt von hohen Felsen und einem Sandstrand im Scheitel mit einem alten Schiffswrack. Diesmal haben wir uns ein Motorrad ausgeliehen und haben das ganze von oben betrachtet. Ist auch sehr beeindruckend. Allerdings wimmelte es nur so von Ausflugsschiffen in dieser Bucht. Wir haben gut 100 km auf dem Motorrad verbracht und waren anschließend froh als wir wieder abgestiegen sind. Außerdem ist es enorm heiß. Vor Sonnenuntergang gehen wir gar nicht in die Stadt denn die kleinste Bewegung ist schon schweißtreibend. In der Nacht steht die Luft dann im Schiff und schlafen ist nicht einfach. Nik schläft an Deck und Ines flüchtet von dort nachdem es zwar kühler ist aber relativ laut zugeht. Am nächsten Tag verlassen wir Zakynthos und wir segeln weiter Richtung Peloponnes.