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(Eintrag vom 02.04.2003)
Unglaublich , aber wahr. Der Winter ist vorüber. Jetzt
bricht die arbeitsintensive Zeit an. Unsere Independence muss aus dem Wasser
gehoben werden, das Unterwasserschiff gereinigt, geschliffen und mit Antifouling
gestrichen werden. Der Schiffsrumpf wird auf Hochglanz poliert, und unsere Arme
reichen schon fast bis zum Boden. Wir haben 4 Tage an Land verbracht, dann
strahlte unser Boot wieder wie neu. Jetzt werden noch sämtliche Arbeiten
erledigt, welche man das ganze Jahr über aufschiebt.
Der Februar und März waren in der Türkei ordentlich kalt. Freunde, welche schon ihren 14. Winter hier in Kemer verbringen, erzählten uns, dass sie noch nie einen so kalten Winter erlebt haben. Die Temperaturen gehen in den frühen Morgenstunden schon auf 1 bis 2 Grad zurück und tagsüber ist es zweigeteilt. Wenn es regnet , und es regnete im Februar sehr, sehr oft, erreichen die Temperaturen grade mal 14 °C. Doch sobald die Sonne rauskommt, heißt es schon, raus mit den T-shirts und kurzen Hosen und es gibt schon über 20°C.
Mittlerweile, es ist jetzt Anfang April, hat sich das Wetter ziemlich stabilisiert und unsere Winterzeugs wird schon verräumt. Abends jedoch, wenn wir vor dem Fernseher sitzen, haben wir es gerne warm. Aus diesem Grund haben wir uns einen richtigen Ofen geleistet. Einen Schalenbrenner, betrieben mit Dieselöl. Der erzeugt eine tolle, angenehme Wärme. Und wir sind nun auch unabhängig von externer Stromversorgung. Denn bisher haben wir immer mit Heizlüftern geheizt.
Das Leben in der Marina ist jetzt geprägt von Arbeit und Aufbruchsstimmung und die ersten Boote haben bereits den sicheren Hafen verlassen. Außerdem gibt es auch immer wieder einen Anlaß um eine Party zu feiern. Wenn mal keine Abschiedsparty anliegt, na dann gibt es halt eine Piratenparty oder ein Grillfest.
Abschließend können wir feststellen, dass wir den Winter hier in Kemer in vollen Zügen genossen haben. Wir haben einige neue Freundschaften geknüpft und viele nette, gleichgesinnte Menschen aus aller Welt getroffen. Einerseits ist der Gedanke daran, dass wir nun bald die Marina, und damit viele Freunde, verlassen recht eigenartig. Aber andererseits freuen wir uns auch schon wieder auf das Segeln, auf das Rauschen der Wellen, auf wunderschöne Buchten , auf Begegnungen mit Delphinen und ganz einfach auf das Weiterreisen.
Die kommende Saison führt uns die türkische Küste entlang nach Norden und den Juli und August werden wir im Schwarzen Meer verbringen. Bulgarien, Rumänien und die Ukraine stehen auf dem Programm. Den russischen Teil „schenken“ wir uns. Wie es danach weitergeht steht noch nicht fest. Dies wird sich bis Mitte des Jahres entscheiden, denn dann sollten wir Reservierungen für einen Winterplatz vornehmen.
Wir werden diese Homepage nur mehr sporadisch weiterführen, denn es ist zwar in einer Marina relativ einfach, dies zu tun, allerdings wenn man unterwegs ist, ist es doch recht mühsam. Nicht überall findet man Internetcafes und von Bord aus über Laptop und Handy sind diese großen Datenmengen fast ein Ding der Unmöglichkeit.
Darum bitten wir euch, wenn ihr Interesse daran habt, auf dem laufenden gehalten zu werden, schreibt uns doch eine email oder ein SMS und wir werden euch sehr gerne immer wieder Fotos und kleine Berichte zumailen.